Auszug aus einer Jubiläumszeitschrift 1974

 

50Jahre Angelsportverein Gimbsheim e.V

VEREINSGESCHICHTE

von 1924 - 1974

zusammengestellt von Arno Kärcher

lm Laufe von Jahrtausenden hat der Mensch ganz verschiedene Methoden entwickelt, um die Fische ihrem natürlichen Lebensraum, dem Wasser entreißen und als Nahrung verwenden zu können. Diese Methoden reichen von der Jagd nach dem Fisch mit einer einfachen Harpune bis zum Massenfang durch Schleppnetze hochtechnisierter Fischdampfer. Daneben hat sich eine Form des Fischfangs entwickelt, die mit dem ursprünglichen Sinn des Nahrungserwerbs nichts mehr gemein hat: die Angelei. Sie ist wohl Ausdruck der Naturverbundenheit und eines natürlichen  Jagdtriebes des Menschen, der mit Leidenschaft die Tiere beobachten und täuschen, mit ihnen kämpfen und sie besiegen will.
Die Angler bezeichnen diese Beschäftigung mit Rute und Garn auch als Sport. So gebrauchte man das Wort Sportangler schon zu der Zeit, als unser Verein unter dem Namen "Angelsportverein Gimbsheim" ins Leben gerufen wurde. Das war im Jahre 1924. Die Vereinsgründung im Jahre 1924 war kein Ereignis aus heiterem Himmel, sondern der Markstein einer Entwicklung, die sich schon lange Jahre vorher angebahnt hatte. Die Gimbsheimer Angler waren sich nicht fremd; sie bildeten eine Gruppe von Menschen mit gleichartigen Neigungen. Man traf sich am Wasser, fischte gemeinsam und hielt Freundschaft. Der Anstoß, sich in einem Verein zusammenzuschließen ging von dem langjährigen späteren ersten Vorsitzenden Martin Oswald aus. Die Angler fanden sich in der Gaststätte “Zum Hellerwirt“ zusammen und gründeten den“Angelsportverein Gimbsheim! Anfangs zählte der Verein zehn Mitglieder, die damaligen Gründer:
Jakob Belzer, Jakob Heller, Georg Kitter, Michael Metzger, Heinrich Muth, Martin Oswald, Wilhelm Oswald, Wilhelm Peter, August Rehn, Adam Reinhard.
Die Gründung eines Angelsportvereins war damals kein einmaliges Ereignis. Der "Angelsportverein Gimbsheim" zahlte zu einer Reihe von neugegründeten Angelsportvereinen in den benachbarten Dörfern der Rheinfront. Der Verein besaß nicht sofort ein Vereinsgewässer. Die Gewässer der Gemarkung Gimbsheim waren an Pächter  vergeben, die sich mit der Fischwirtschaft einen Nebenverdienst erwarben. Der Rhein wurde als herrliches und unerschöpfliches  Anglerparadies angesehen. Alljährlich im Sommer fand ein Vereinspreisfischen am Rhein statt. Abends schloss sich meist ein Kameradschaftsabend mit Fischessen im Vereinslokal an.Trotzdem war der Verein bestrebt eines der Gewässer der Gemarkung Gimbsheim als Vereinsgewässer zu gewinnen. Man erwarb im Jahre 1925 von der Gemeinde den Bagger. Er blieb in den Händen des Vereins bis zum Jahre 1956. 1929 kam die Große Grube als Vereinsgewässer hinzu, musste aber 1934 an einen Einzelpächter abgegeben werden. Schon damals bemühten sich die Angler, den Fischbestand ihrer Gewässer durch Fischbesatz zu verbessern. Aus flachen Tümpeln entlang des Rheinufers schöpften sie die Fische heraus und brachten sie zu den Vereinsgewässern. Solche Tümpel  entstanden immer dann, wenn der Rhein nach einem Hochwasser zu seinem normalen Wasserstand zurückkehrte. In den ersten Jahren unterstand der Verein keiner Dachorganisation. Erst im Jahre 1928 trat er dem "Hessischen Anglerbund" bei. Ein Teil der Mitgliederbeiträge musste an den Anglerbund abgeführt werden, der dafür einen gewissen Versicherungsschutz gewährte. Häufig trafen die Angler zu Mitgliederversammlungen zusammen, was bei der geringen Zahl der Vereinsmitglieder keine Schwierigkeiten bereitete. In den dreißiger Jahren fand in jedem Monat eine Mitgliederversammlung statt. Die Versammlung behandelte die Belange des Vereins und faste alle Beschlüsse.Dagegen waren die Befugnisse des Vorstandes als beschlussfassendes Organ stark beschränkt. Seine Aufgaben bestanden darin, die Einhaltung der von den Versammlungen gefasten Beschlüsse zu überwachen oder Beschlüsse zuverwirklichen.Unter den Vorstandsmitgliedern der Vorkriegszeit ragen als langjährigeund verdienstvolle Mitarbeiter der 1. Vorsitzende Martin Oswald heraus, der dieses Amt von der Vereinsgründung bis zum Kriege innehatte, die Schriftführer und 2. Vorsitzenden Michael Metzger, Heinrich Muth, Wilhelm Oswald und August Rehn. Mit der zunehmenden Zahl der Arbeitslosen erfuhr der Angelsport in Gimbsheim einen großen Auftrieb. Viele aber traten dem Angelsportverein nicht bei, wohl um in dieser kargen Zeit die Mitgliederbeitrage zu sparen. Im Jahre 1953, nachdem Hitler und seine Partei die Macht ergriffen hatten, wurde der Angelsportverein Gimbsheim verboten. Eine wenn auch noch so kleine organisierte Gruppe von Menschen konnte eine Gefahr für die absolut herrschende Partei bedeuten. Das Verbot der Vereine bestand nicht grundsätzlich, nur das Vereinsleben sollte von Grund auf neu gestaltet werden. Es durfte ein neuer Angelsportverein gegründet werden, der sich aber der übergeordneten Organisation, dem "Deutschen Anglerbund", zu unterstellen hatte. Er schrieb die Statute vor, nach denen sich der Verein richten musste. Die Versammlung der Angler am 27. Oktober 1954 im Vereinslokal Karl Belz wird als Gründungsversammlung bezeichnet. Die Angler kehrten einer neunjährigen Vereinsgeschichte den Rücken und betrachteten sich jetzt als Mitglieder eines neuen, andersartigen Angelsportvereins. Dies kam auch in dem veränderten Vereinsleben zum Ausdruck. Die monatlich abgehaltenen Mitgliederversammlungen deuteten auf das verstärkte Interesse hin, dass die Mitglieder ihrem Verein entgegenbrachten. In keiner Versammlung und in keiner Sitzung blieb der Name des "Führers" unerwähnt. Zwischen dem Verein und dem "Deutschen Anglerbund" entwickelte sich eine intensive Zusammenarbeit. Sie wurde zum Bedauern der Mitglieder oft dadurch behindert, das dem einzelnen und auch dem Verein nicht die nötigen Geldmittel zur Verfügung  standen, die für die Fahrt zu den Tagungen und Versammlungen des Bundes erforderlich gewesen wären. Im Jahre 1955 wurde in Gimbsheim am Rhein ein großes Preisfischen des "Deutschen Anglerbundes" veranstaltet. Neben den Gimbsheimer Anglern nahmen daran weit über hundert Sportfischer von zahlreichen Angelsportvereinen teil. Den ersten Platz belegte einer der Gründer und heutiges Ehrenmitglied Jakob Belzer. Mit dem Beginn des Krieges trat das Interesse an dem Verein in den Hintergrund. Die unbekannten oder lange nicht bekannten Probleme und Nöte des Krieges ließen in den Alltag und in den Gedanken der Sportfischer keinen Raum mehr für den Verein. Befragt man die älteren Angler über die Zeit während des Krieges, so erhält man meistens die Antwort: "In dieser Zeit ruhte das Vereinsleben." Nach dem Ende des Krieges dauerte es eineinhalb Jahre, bis die Gimbsheimer Angler sich wieder zusammenfanden und den Angelsportverein Gimbsheim ins Leben zurückriefen. Darüber steht in den Protokollen geschrieben: "Generalversammlung am 8.3.1947! In Anwesenheit von 41 Mitgliedern wurde der Angelsportverein im Lokal Heller wieder ins Leben zurückgerufen. In den Vorstand wurden gewählt:

1.Vorsitzender Michael Metzger,

2. Vorsitzender Heinrich Muth,

 Schriftführer Heinrich Simon,

 Kassenwart Wilhelm Oswald,

 Wasserwart August Rehn." '

In Erinnerung an die Vorkriegszeit setzten auch in den benachbarten Gemeinden entlang des Rheins Bestrebungen der Angler ein, ihren ehemaligen Angelsportverein wieder zu beleben. Gleichzeitig mit dem Neubeginn der Vereine blickten die Angler über die Grenzen ihres Dorfes hinaus und waren auf Annäherung zu den benachbarten Sportkameraden bedacht. Mehrere Vereine zwischen Mainz und Worms, darunter der Angelsportverein Gimbsheim, schlossen sich zu der "Interessengemeinschaft der Sportangler" zusammen, die in dieser Zeit des Neubeginns auf allen Gebieten den Angelsportvereinen Entwicklungshilfe leisten sollte. Die Interessengemeinschaft verlor an Bedeutung, als einige Jahre später der "Landesverband der Sportangler von Rheinland-Pfalz" gegründet wurde. Sie löste sich schließlich auf, und der Angelsportverein Gimbsheim schloss sich dem Landesverband an. An den häufig abgehaltenen Tagungen und Versammlungen nahmen fast regelmäßig  Delegierte des Angelsportvereins Gimbsheim teil. Die Angler leisteten einen Beitrag zu der Arbeit des Landesverbandes und verfolgten mit Interesse dessen Entwicklung. Im Laufe der sechziger Jahre kamen sie allmählich zu der Überzeugung, das die Mitgliedschaft im Landesverband nicht länger wünschenswert und vorteilhaft sei, sondern eher Nachteile für den Verein mit sich bringe. Im Jahre 1971 faste eine Generalversammlung den Beschluss, dem Landesverband die Mitgliedschaft zu kündigen. Seitdem ist der Verein unabhängig und keiner Dachorganisation mehr angeschlossen. Im Rahmen der Unterstützung aller Ortsvereine nach dem Kriege stellte die Gemeinde Gimbsheim dem Angelsportverein die alten Vereinsgewässer wieder zur Verfügung. Der Verein pachtete die Große Grube und den Bagger (=Gewässer an der Gänseweide, Brandweiher) die im Kriege in keiner Weise angetastet worden waren und unversehrt geblieben waren. Der Bagger blieb in den Händen des Vereins bis zum Jahre 1956. Während dieser ganzen Zeit musste der Verein mit der Möglichkeit rechnen, dass der Fischbestand des Baggers durch Vergiftung zugrunde gehen könnte. In unmittelbarer Nähe des Gewässers wurde nämlich Spritzbrühe für die Versorgung der Gimbsheimer Landwirte hergestellt. 1950 musste der Bagger ausgepumpt, der Großteil der Fische in die Grube umgesetzt werden, um sie vor dem Vergiftungstod zu bewahren. Die Unsicherheit über die Zukunft des Gewässers verstärkte sich noch, als Teile davon zum Schuttabladeplatz erklärt wurden. Mehrmals kam es zu Fischsterben, und die Angler mussten sich bemühen das Gewässer gegen den Schuttabladeplatz durch einen Damm eingrenzen.1956 gab der Verein den Bagger als Fischgewässer auf und übergab ihn an den Geflügelzuchtverein Gimbsheim. In der Folgezeit verschlechterten sich die Lebensbedingungen für die Fische immer mehr. Der Geflügelzuchtverein setzte sich auch für ihr Überleben ein indem er die Angler in den 60er Jahren mehrmals zum Angeln im Bagger einlud. Die gefangenen Fische wurden in die Grube umgesetzt. Im Laufe der Nachkriegszeit gewann die Grube immer mehr an Bedeutung. Bis zum Jahre 1959 verstand man unter der Großen Grube etwas anderes als heute. Sie umfasste die heutige Kleine Grube und die Große Grube, die miteinander in Verbindung standen. Ein Teil des jetzigen Dammes zwischen beiden Gewässern war eine kleine natürliche Insel. Die frühere Kleine Grube war ein Gewässer zwischen der heutigen Großen Grube und dem Rheindamm. Sie ist inzwischen verlandet. Die Angler mussten intensiv Hand anlegen um sich die Grube als Fischgewässer zu bewahren. 1959 wurden Erdbewegungen durchgeführt, die der Grube ein neues Gesicht gab. Die Aufschüttung eines Dammes, der die kleine Insel mit einschloss, lies zwei Gewässer entstehen, die heutige Große Grube und die Kleine Grube. Jahrelang wurde die Kleine Grube als Zuchtgewässer verwendet. Hier wuchsen gekaufte Jungfische heran, die umgesetzt wurden, sobald sie die Fangreife erreicht hatten. Der natürliche Alterungsprozess eines stehenden Gewässers und die zunehmende Verschmutzung der Umwelt hinterließen auch an der Grube deutliche Spuren. Schon im Jahre 1954 konnte man Angler über den Rückgang des Fischbestandes klagen hören. Die verschlechterten. Lebensbedingungen betrafen und betreffen vor allem die Jungfische und deren Entwicklung. Je weiter die Zeit fortschritt, umso stärker musste der Fischbestand der Grube durch Fischbesatz aufrechterhalten werden. Mehr und mehr ging eine natürliche und fischreiche Grube in ein künstlich am Leben gehaltenes Fischgewässer über. Die Lebenshilfe bestand auch darin, das im Jahre 1971Raupe und Bagger in der Grube am Werk waren, um das Gelände zugänglicher zu  gestalten und die Verschlammung und den zu starken Pflanzenwuchs aufzuhalten. Viele Angler waren der Meinung, dass zu große und zu viele Raubfische, die sie in der Grube vermuteten, für den Rückgang des Fischbestandes verantwortlich zu machen seien. Im Jahre 1961 wurde ein Sporttaucher engagiert, der den großen Hechten nachspüren und sie möglicherweise mit der Harpune erlegen sollte. Es zeigte sich jedoch, dass das auf diese Art und Weise nicht möglich war. Die Angler vermochten nicht alle Einflüsse, die zu einer Verminderung der Qualität der Grube als Fischgewässer führten, zu erklären und haben im Laufe der letzten Jahre den Spruch von dem "Geheimnis der Grube" geprägt. Sie waren bestrebt, das Geheimnis wenigstens teilweise zu lüften, indem sie sich entschlossen, die Grube mit einem Fischernetz zu ziehen. Das Vorhaben wurde im Jahre 1971 und ein zweites Mal im Jahre 1973 ausgeführt. Man wollte endlich wissen, welche und wie viele Fische noch in der Grube lebten. Sie sollten größtenteils in die Kiesgrube umgesetzt werden, um den Weg für einen vollkommenen Neubesatz der Grube freizumachen. Auch dieser Versuch scheiterte. Es bestand Ungewissheit darüber, ob man das Netz fehlerhaft gehandhabt hatte oder ob tatsächlich so wenige und keine kapitalen Fische mehr in der Grube lebten. Manchen Angler hörte man sagen: "Die Grube hat ihr Geheimnis behalten." Die Entstehung eines Baggersees in der Gemarkung Gimbsheim eröffnete dem Verein die Aussicht auf ein neues Fischgewässer. Erstmals 1963 bemühte sich der Verein um die Pachtung der Kiesgrube Nolte. Erst drei Jahre später stellte die Gemeinde Gimbsheim die Kiesgrube zur Verfügung und schloss mit dem Verein einen Pachtvertrag über 15 Jahre ab, der später auf unbefristete Zeit verlängert wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich in der Kiesgrube nur ein geringer Fischbestand ausgebildet. Der Verein sah sich vor die Aufgabe gestellt, das Gewässer durch vermehrten Fischbestand attraktiver zu machen. Die Bewältigung dieser Aufgabe war verbunden mit einer vergleichsweise starken finanziellen Belastung des Vereins. In den letzten Jahren hat die Kiesgrube bei den Anglern immer mehr den Vorzug gegenüber der Grube erhalten. Im Jubiläumsjahr kann man die Kiesgrube als das den Verein aufrechterhaltende Gewässer bezeichnen. Der Rhein spielte lange Zeit als Fischgewässer eine große Rolle. Das Aufstreben des Vereins in den Jahrzehnten nach dem Kriege wurde begleitet von dessen allmählichem Niedergang. Die Angler, die den Fischreichtum des Rheins schätzten und ihm oft den Vorzug gegenüber den Vereinsgewässern gaben, machten die schmerzhafte Erfahrung, das der Rhein sich von einem herrlichen Fischwasser in eine schmutzige Wasserstraße umwandelte. Am Rhein hatte alljährlich das Vereinspreisfischen, ein zentrales Ereignis im Vereinsleben, stattgefunden, das letzte im Jahre 1971, Von da an lohnte es sich kaum noch, eine Angel an der Gimbsheimer Rheinstrecke auszuwerfen. Die Austragung des Vereinspreisfischens an der Kiesgrube ist mittlerweile zur Selbstverständlichkeit geworden. Unter den Gemeinschaftsfischen, die der Angelsportverein in Gimbsheim am Rhein durchführte, ragen drei als besondere Ereignisse heraus. Im August 1951, als die Vereine im Zeichen ihrer Interessengemeinschaft noch intensivere Kontakte zueinander unterhielten, fand ein großes Preisfischen am Rhein statt, an dem neben den Gimbsheimer Anglern zahlreiche Sportsfreunde der Umgegend, insgesamt ca. 120, teilnahmen. In diesen Jahren war das im Sommer am Rhein veranstaltete Preisfischen ein Gemeinschaftspreisfischen mehrerer Vereine, und erst später entwickelte sich daraus das eigentliche Vereinspreisfischen, an dem nur die Vereinsmitglieder teilnahmen. Im August 1967 veranstaltete der Verein im Rahmen der 1200 Jahr Feier der Gemeinde Gimbsheim ein Preisfischen am Rhein. Es war Bestandteil eines reichhaltigen Jubiläumsprogramms, das die Gimbsheimer Vereine ausgearbeitet hatten. Zu der Gestaltung dieses Festes trug der Angelsportverein auch dadurch bei, das er mit einem zunftgerecht geschmückten Wagen an dem Festzug durch die Gimbsheimer Straßen teilnahm. Im August 1970 war Gimbsheim der Austragungsort des Rheinfrontpokal-Jugendfischens. Es wird alljährlich am Rhein zwischen Mainz und Worms ausgetragen. Zu den Teilnehmern zählten die jugendlichen Angler der sechs in der RFP-Gemeinschaft zusammengeschlossenen Vereine, darunter die Jugendgruppe unseres Vereins. Je weniger der Rhein die Angler zum Preisfischen anzog, umso beliebter wurden die an den Vereinsgewässern veranstalteten Preisfischen. Sie traten inmitten der 6oer Jahre zu dem Vereinspreisfischen hinzu und gehören heute unter dem Namen "Abangeln" und "Anangeln" (da sie jährlich zum Beginn und zum Ende der Angelsaison durchgeführt werden) zu den festen Daten im Veranstaltungskalender unseres Vereins. Während die traditionellen Preisfischen eines Angelsportvereins unumstößlich zum Jahresprogramm zählen, erleben andere Veranstaltungen, wie Kameradschaftsabende, Maifeiern, Sommernachtsfeste und Weihnachtsfeiern ihre Höhen und Tiefen. In den 50er und zu Beginn der 60er Jahre erlebten Veranstaltungen dieser Art eine Blütezeit in unserem Verein. Hier erwiesen sich auch die Angler als begeisterte Sänger, als aufmerksame Zuhörer von vorgetragenen Liedern und humoristischen Vorträgen. Einen wesentlichen Beitrag zu dem Gelingen der Vereinsabende leistete das Vereinsmitglied "Steppe" Schreiber aus Eich. Seine humorvollen Witze und seine hervorragende Vortragskunst sorgten immer für einen stimmungsvollen Abend und brachten ihm die Beliebtheit bei allen Sportsfreunden ein. Derartige Zusammenkünfte haben wesentlich zum Zusammenhalt des Vereins beigetragen. In das Jahr 1971 fällt ein bedeutsames Ereignis. Hier wurde die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister beim Amtsgericht Worms vorgenommen. Der Vereinsname ergänzte sich zu "Angelsportverein Gimbsheim e.V.". Die Bedeutung dieses Schrittes liegt darin, dass nur der Verein mit seinem Vermögen haftet. Vorher wären auch die Vereinsmitglieder zur Haftung herangezogen worden. Der Bestand des Vereins, seine stetige Aufwärtsentwicklung nach dem Kriege und das sehenswerte Bild, wie er sich heute im Jubiläumsjahr darstellt, verdanken wir nicht zuletzt der zielstrebigen Tätigkeit von Vereinsmitgliedern, die lange Jahre dem Vorstand angehörten. An erster Stelle sind fünf Sportsfreunde zu nennen, die nach dem Kriege über zwanzig Jahre langim Vorstand mitgearbeitet haben:

Willi Herwig sen., Heinrich Muth, Adolf Oswald, Willi Debusi sen., Wilhelm Oswald.

Ihr vorbildliches Eintreten für den Verein kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Durch ihre verdienstvolle Tätigkeit haben sie den Maßstab gesetzt, an dem die Arbeit künftiger Vorstände gemessen werden kann. Noch andere Vereinsmitglieder haben wertvolle Arbeit geleistet. Uber zehn Jahre lang war im Vorstand aktiv Herbert Krebühl, Kurt Muth, August Rehn, Adam Reinhard und Willi Stampp. Weiterhin könnte man fast ein Drittel der Vereinsmitglieder aufzählen, die alle durch ihre Mitarbeit im Vorstand den Verein unterstützt haben. Unter anderem haben die Ergebnisse der Vorstandsarbeit dazu beigetragen, das Interesse vieler Menschen an dem Angelsport zu wecken. Dies lässt sich eindeutig an der ständig steigenden Mitgliederzahl ablesen. Aber auch die Entwicklung unserer modernen Welt hat dazu beigetragen, das der Angelsport für breitere Schichten attraktiv geworden ist. In einer Zeit, wo der Mensch wie nie zuvor entspannungs- und erholungsbedürftig ist, tritt der Angelsport gleichwertig neben andere Sportarten, die dem Menschen Ausgleich zu seiner beruflichen Tätigkeit verschaffen können.

 

 

 

 

 

 

 

 
 
   

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Dienstag, 12. Dezember 2017
   

Weihnachtsfeier am 16.12  

Weihnachtsfeier am 16.12 im Ernst Johnson Saal, bitte anmelden - siehe "News"
   

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Zur Zeit werden keine neuen Mitglieder aufgenommen. +++ +++